Zum Inhalt springen

Vom Praktikant zum Tourleiter: 16 Jahre hinter den Kulissen der EOFT

Im Gespräch mit EOFT-Projektleiter Daniel Przyhodnik

Wir wollen mit unseren Events Orte schaffen, wo die Outdoor-Community zusammenkommen kann. Denn obwohl das Handy heute unser ständiger Begleiter ist und Menschen sich hauptsächlich auf digitalen Plattformen vernetzen – wir glauben noch an reale Begegnungen.

Im Interview mit Daniel Przyhodnik, dem Projektleiter der EOFT, erfahrt ihr mehr darüber, wie es ist, eine Filmtour wie die EOFT zu organisieren und was sich über die Jahre verändert hat.

Wie fühlt es sich an, wenn du an deine erste EOFT zurückdenkst?

Ich hätte damals sicher nicht gedacht, dass ich 16 Jahre später hier sitze und der Projektverantwortliche der EOFT bin. Bei meiner ersten Tour war ich Praktikant und habe das Team bei knapp 80 Events unterstützt. Das war sehr spannend und einmalig! Wenn man viel auf Tour ist, fühlt sich das so ein bisschen an wie ein Rockstar-Leben… jeden Tag eine andere Stadt und neue Begegnungen. Aber klar, ich hatte auch viel weniger Verantwortung als heute.

Was hat sich seit damals in Sachen Organisation und Booking geändert?

Die Tour ist aufwändiger in der Organisation. Aber was es komplex macht, sind die gleichzeitigen Shows. Teilweise haben wir bis zu 12 Shows parallel an einem Tag in verschiedenen Ländern und Städten.

Wie sehr bist du als Tourleiter in den Touralltag eingebunden und wie gut kennst du die einzelnen Tourteams?

Wir haben ca. 170 Personen, die mit uns auf Tour gehen. Von denen kenne ca. 100 richtig gut. Das sind teilweise auch Freunde. Viele von ihnen arbeiten schon seit 10 oder 15 Jahren für uns. Und gemeinsam versuchen wir alle Probleme zu lösen. Wenn die Tour läuft, bin ich sieben Tage die Woche rund um die Uhr erreichbar. Das geht nur, wenn man das nicht nur als Job sieht!

Wenn du dir das EOFT-Publikum anschaust – wie hat es sich im Laufe der Zeit verändert?

Wir sehen, dass uns viele Leute über die Jahre treu geblieben sind. Sehr cool ist, dass unser Publikum deutlich weiblicher geworden ist. Früher hatten wir eine höhere Quote an Männern. Heute ist dies sehr ausgeglichen. Aber ich würde mir schon wünschen, dass sich auch wieder mehr jüngere Leute für unsere Themen interessieren. Deshalb versuchen wir mit der Zeit zu gehen und uns immer wieder in der Kommunikation der neuen Zielgruppen anzupassen.

Was ist die EOFT für dich und was kann sie den Menschen mitgeben?

Die EOFT ist Entertainment – aber nicht nur. Es ist schon mehr als eine kleine Alltagsflucht. Ich glaube, das Publikum sieht gerne sportliche Höchstleistungen. Jedoch wünschen sich die Zuschauer auch Erlebnisse, welche sie auf ihr eigenes Leben runterbrechen können. So gesehen können wir den Menschen auch langfristig etwas mitgeben. Und wenn es nur die Inspiration ist, das eigene Leben oder seinen Alltag ein bisschen zu verändern.